Sie befinden sich hier: Ortsgemeinde Albisheim > Kultur, Freizeit, Tourismus > Sehenswertes

Die Peterskirche (Bilder siehe Galerie)

Die Kirche in Albisheim wird erstmals 835 erwähnt. Der Standort dieser ersten Kirche ist heute unbekannt. Im Jahr 1723 wurde an der Stelle des heutigen Gebäudes eine neue Kirche gebaut. Von der ersten Kirche wurde ein Sakramentshäuschen und ein Portalstein mit dem Abbild des Apostels Petrus, dem Namensgeber der Albisheimer Peterskirche, in den damaligen Neubau übernommen. Im Jahr 1792 war das Gebäude jedoch schon so baufällig, dass es abgetragen wurde. Die Kir­che im heutigen Erscheinungsbild war 1793 fertig gestellt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Glockenturm erhöht. Der Plan aus dem Jahre 1825 zeigt den Zwiebelturm, der bis 1843 unseren Kirchturm schmückte und dann durch den jetztígen abgelöst wurde. 1930 wurde aufgrund zahlreicher Risse der Turm mit Stahlspangen stabilisiert. Das Bild aus der Zeit um 1950 zeigt die Kirche nach der Renovierung, die durch einen Bombenan­griff im 2. Weltkrieg erforderlich war. Unter Pfarrer Heinrich Gilcher wurde die Kirche 1965-1967 umfassend renoviert. Die letzte Renovierung (1997) verdanken wir unter anderem einer großzügigen Spende unserer Ehrenbürgerin, Frau Yvonne Vogt-Gümbel. Die lang ersehnte 5. Glocke komplettiert seit Juli 2004 unser Geläut, zu verdanken haben wir das dem Albisheimer Kinder- u. Jugendchor. Mehr darüber und über die Albisheimer Kirche finden Sie unter der Rubrik Geschichte - 16. Jahrhundert bis heute.

Der Wartturm

Wer durch das mittlere Pfrimmtal fährt, erblickt auf dem Albisheimer Wingertsberg, oberhalb des Ortes, einen Turm von mäßiger Höhe, den Wartturm. Hierbei handelt es sich um einen Rundturm, erbaut aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk mit dem Kalkstein aus der Umgebung, etwa 8 m hoch und einem Durchmesser von ca. 3 m. Der leicht vorspringende Zimmerkranz aus Ziegelstein samt der Freitreppe stammt aus dem 19. Jahrhundert. Etwa 5 m über dem Boden erkennt man drei kleinere und ein größerer Fensterrahmen, letzterer vermutlich an der Stelle des ursprünglichen Einstiegloches auf der Südostseite. Außer diesem Wartturm sind im Donnersberger Vorland noch zwei weitere Warttürme bekannt; der Wartturm auf dem Schillerhain in Kirchheimbolanden und der Wartturm bei Alzey.
Über das Alter dieser Warttürme wurde schon viel gerätselt. Während die Erbauung des Alzeyer Wartturmes im 13. - 14. Jahrhundert vermutet wird, und die Bauzeit des Kirchheimbolander Turms im 14. -15.Jahrhundert liegen dürfte, kann man wohl auch die Errichtung des Albisheimer Wartturmes in diese Zeit legen. Albisheim war zu dieser Zeit Marktflecken und fester Ort. Erstmals nachweisbar wird der Turm 1551 bei der Begrenzung eines Weinberges als „Die Warte" erwähnt. Im Nahrungsbuch von 1725 ist er wieder als Begrenzung von Grundstücken öfters als „Die alte Warte" genannt. In den unruhigen Zeiten des Mittelalters dienten diese Warttürme als Meldeeinrichtung. Sobald der Turmwärter in der weiten Runde eine Staubwolke aufziehen sah, meldete er Gefahr im Verzug. Mit optischen Zeichen, Rauchwolken oder Feuerzeichen, verständigten sich die Turmwächter. Die Bewohner wurden alarmiert und konnten dann ihre Habseligkeiten noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Mit der Erfindung des Schießpulvers und dem Wandel in der Kriegsführung hatten sich allerdings die alten Befestigungs- und Wehranlagen überlebt. Auch die Warttürme hatten ihren Sinn verloren. In den folgenden Jahrhunderten waren sie nicht mehr beachtet und waren nur noch Zeugen der Vergangenheit. Zu Ehren kamen sie noch einmal in der Franzosenzeit. Nach mündlicher Überlieferung sollen sie der Nachrichtenübermittlung der napoleonischen Armee gedient haben. Im Archiv der Gemeinde Albisheim finden sich aber keinerlei Rechnungen, dass die Gemeinde für Wachsoldaten auf der Warte Verpflegung oder Unterkunft gestellt hat. Wenn die Albisheimer Warte auch nicht auf dem höchsten Punkt des Wingertsberges stand, so war der Standort doch richtig gewählt, nämlich im Winkel der alten Frankenstraße, die durchs Tal verlief und der alten Heerstraße, die von Göllheim kommend, über den Hungerberg und den Osterberg zum Rhein führte. Wind und Wetter, aber auch das Alter, setzten dem Albisheimer Wartturm gewaltig zu, und so kam es, dass er in der Mitte des vorigen Jahrhunderts reparaturbedürftig wurde. Weil aber im Gemeindesäckel keine Mittel für diesen Zweck vorhanden waren, beschlossen die Gemeindebürger, das nötige Geld selbst aufzubringen. Sammlungen bei den Bewohnern des Dorfes und eine Verlosung - sie bedurfte der Genehmigung des Königlich-Bayerischen Innenministeriums - erbrachten die Summe von 384 Gulden; weitere 60 Gulden steuerte die Gemeinde bei. Damit waren die Unkosten für die Renovierung in Höhe von 444 Gulden und 10 Kreuzer gedeckt. Die Freude bei den Albisheimern war groß, und deshalb feierten sie auch an einem Julisonntag 1862 das Fest am Wartturm, von dem man noch lange erzählte. Durch Kriegs- und Wetterschäden musste der Turm auch in unserem Jahrhundert wieder mehrmals repariert werden. Besonders hart traf es den Wartturm schließlich in den letzten Tagen des Jahres 1977, denn bei einem schweren Wintergewitter schlug ein Blitz ein und beschädigte die Treppe so sehr, dass sie nicht mehr begehbar war. Geld für eine Reparatur war wiederum nicht vorhanden. Doch als ein Mitbürger eine größere Summe Geld zur Verfügung stellt, erwachte wieder der  Gemeinschaftsgeist der Albisheimer. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr und viele freiwillige Helfer opferten ihre Freizeit an Samstagen und behoben den Schaden. Aber nicht genug damit. Das Gelände um den Turm wurde terassenförmig angelegt, ein Tisch und Bänke aufgestellt, schließlich eine Unterkunftshütte errichtet. Zum Abschluss wurde wieder ein zünftiges Fest gefeiert. Und weil dieses Fest am Wartturm so wohl gelungen war, wurde es lange Zeit am Marktmontag alljährlich wiederholt. Da dies aber den Markttrubel aus dem Ort zog, beschloss man, das Fest separat an einem Samstag in den Sommermonaten durchzuführen.
Dann herrscht stets ein munteres Treiben um den altehrwürdigen Wartturm, der Albisheimer liebstes Kind.

Haupttext: Ludwig Wasem aus der Festschrift "Albisheim - 1150 Jahre"
Aktualisiert und digitalisiert: Rainer Schroedel
                                      

Das Rathaus

Das Rathaus ist ein spätklassizistischer, zweigeschossiger Bau aus dem frühen 19. Jahrhundert, geprägt durch sieben Fensterachsen und rustizierte Ecklinsen. Die Mittelachse ist risalitartig vorgezogen und in beiden Geschossen ebenfalls rustiziert. Über Ihr thront ein turmartiger, rückseitiger Dachreiter mit rundbogigen Schalöffnungen und gedrücktem Helm.

 


Die Schmelzmühlen

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, war die Schmelz im Westen des Dorfes. Hier wurde Eisenerz geschmolzen, das man am Donnersberg im „Eisensteiner Wald“ gegraben hatte (Belege dafür liegen vor). Die Ausbeute war jedoch sehr gering und so blieb es nicht aus, dass das Werk nach knapp einem Jahrzehnt den Betrieb wieder schließen musste. Aus dem Schmelzwerk wurden jetzt zwei Mühlen:

 

Die obere Schmelzmühle
Sie bestand aus einer Mahlmühle, einer Scheune und einer Lohmühle. Letztere war nur ein Nebenbetrieb. Hier wurde die getrocknete Eichenrinde gemahlen für die Gerbereien. Erster Erbpächter war Wilhelm Peter Limmer seine Nachfolger waren Daniel Deibel und Valentin Brubacher. Dieser war der letzte Lohmüller der Nordpfalz. Der Mahlbetrieb wurde von der Familie Brubacher im Jahre 1916 eingestellt. Von dieser Mühle, heute im besitz von Jakob Dinges, ist nur noch das Mühlrad vorhanden.

Die untere Schmelzmühle
Laut Erbstandsbrief vom Jahre 1765 ging die Mühle an Johann Wohlgemuth für 200 Gulden Pacht. Als Nebenbetrieb wurde Öl gemahlen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde nur noch Getreide geschrotet. Heutiger Besitzer ist die Fam. Rudolf Wohlgemuth.

Haupttext: Ludwig Wasem aus der Festschrift "Albisheim - 1150 Jahre"
Aktualisiert und digitalisiert: Rainer Schroedel
                                      

Die Zehntscheune

Der Gümbelplatz

Der Fritz-Brubacher-Platz

Der Pfarrpark

Das als Pfarrgarten lange Zeit brachliegende Grundstück mit einer Fläche von 2.150 m² südlich des Friedhofes wurde von der Ortsgemeinde Albisheim im Jahre 2002 erworben und 2005 für knapp 40.000,- € in eine Parkanlage  umgestaltet. Alter Baumbestand, eine geschwungene Wegeführung und viele Rasen- und Pflanzflächen sowie ein Kinderspielplatz laden die Albisheimer Bürger zum verweilen und ausruhen ein. Zugänglich ist der Park über den Aufgang vom Dorfgemeinschaftshaus oder über den Türdurchbruch unterhalb der Friedhofsmauer in Richtung Aussegnungshalle. Zum Abschluss der Arbeiten am Pfarr-Park wurde im Jahre 2008 eine rustikale Tür- u. Toranlage eingebaut.