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Als „modernes Märchen“ feierten Presse und Rundfunk das überwältigende Glückserlebnis, das der Gemeinde Albisheim vom Jahre 1990 an beschert wurde. Mit einer guten Tat der Albisheimer Bürgerin Martha Rech-Linker fing Alles an. Nachdem sie die Aufzeichnung einer Rundfunksendung in die Schweiz geschickt hatte, hörte die für Albisheim damals noch unbekannte Frau Yvonne Vogt-Gümbel die Verse ihres Vaters August Gümbel.
Dies war Anlass für die Schweizerin, Kontakt mit dem Dorf ihrer jüdischen Vorfahren aufzunehmen. Die Familie Gümbel gehörte zu den ältesten Albisheimer Familien. Der Name Gümbel wurde in Albisheim im Jahr 1772 erstmals urkundlich erwähnt. Großherzig wie ihr Vater, unser Glockenstifter und Heimatdichter August Gümbel, wollte sie ein „Licht der Versöhnung“ anzünden und ließ aus ihren wohltätigen Händen mehrere segensreiche „Goldregengüsse“ auf das Heimatdorf ihres geliebten Vaters niederfallen. Das Geld, für Maßnahmen der Dorferneuerung sowie für die Renovierung der Peterskirche und des Kindergartens verwendet und in der Yvonne-Vogt-Gümbel Stiftung angelegt, war und ist überaus wertvoll für uns. Aber die wahren Schätze, die unsere Gönnerin mit uns teilt, sind ihre mütterliche Herzenswärme und ihr „unheilbarer“ Glaube an das Gute im Menschen. Am 10. März 1991 wurde Yvonne Vogt-Gümbel Ehrenbürgerin der Gemeinde Albisheim.
Der damalige Ortsbürgermeister Gernot Fürwitt war von der versöhnlichen Geste Yvonne Vogt-Gümbels so bewegt, dass er später schrieb: "Reich hat uns aber nicht das Geld gemacht, sondern die Begegnungen mit unbesiegbarer Vergebungsbereitschaft."