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Die Papiermühle stand im Osten des Dorfes zwischen den Bächen Leiselbach und Pfrimm und ist heute als Ortsteil Hammerhof bekannt. Sie stammt aus der neueren Zeit als in Albisheim der sog. Eisenbezirk im Jahre 1715 errichtet wurde. Im Westen des Dorfes lag die Eisenschmelz und am Hammerhof das sog. Hammerwerk. Adam Bolander aus Seckmauern im Odenwald baute das Hammerwerk 1730 um zu einer Papiermühle und erwarb von der Herrschaft Nassau-Weilburg das alleinige Recht in der Umgebung Lumpen zu sammeln; denn damals wurde das Papier aus Lumpen hergestellt. Bolander hatten die Papiermühle in Erbpacht und zahlte pro Jahr 100 Gulden Pacht. Bis 1819 war die Papiermühle in Besitz dieser Familie. Anschließend kam sie in andere Hände und wurde noch von einer Seitenlinie der Schloßsteins weitergeführt bis 1865. Von dieser Zeit an war sie nur noch Mahlmühle. Im Jahre 1895 wurde sie überschrieben auf Heinrich Janson, der hier einheiratete und ein neues Wohnhaus erbaute, im Volksmund das Schlösschen genannt. Zu Beginn dieses Jahrhunderts errichtete er ein Elektrizitätswerk, das Albisheim mit elektrischem Strom versorgte. Nach 1930 wechselte diese Mühle öfters den Besitzer und war nur noch Landwirtschaftsbetrieb. Um 1970 ging das ganze Anwesen mit dem umliegenden Feld in den Besitz von Bauunternehmer Löpp und wurde zum Baugebiet erklärt. Heute ist der Hammerhof ein schönes Wohngebiet im Dorf Albisheim, das „Schlösschen" hat abermals den Besitzer gewechselt, umfangreiche Umbau- u. Sanierungsmassnahmen haben das Anwesen zu einem Schmuckstück gemacht und beherbergt nun das Soziotherapeutische Wohnheim V.I.V.A. e.V.